ASTRONAUTEN
IN DER ABFÜLLANLAGE

Nicht ganz 15 Minuten braucht Frank Schlieter*, um sich für die Arbeit umzuziehen. Damit ist er einer der schnellsten im Team. Dann ist er bereit für seine Schicht im dreischaligen Reinraum, der Raumstation der Arzneimittelherstellung.

Das Umziehen ist eine Kunst für sich. Overall, Kopfhaube, Mundschutz, Reinraum-Schutzbrillen, zwei paar Handschuhe – am Ende ist Schlieter nicht mehr zu erkennen. Das Äußere der Schutzkleidung darf nicht den Boden oder die Straßenkleidung berühren. „Es gibt zwei grundlegende Techniken, wie man das alles gut anziehen kann“, erklärt er. „Und für beide sollte man ziemlich gelenkig sein.“ Die „Aufnahmeprüfung“ für die Reinraummannschaft: Dreimal hintereinander die Prozedur erfolgreich bewältigen.

„In dem Anzug ist man
wie in einer anderen Welt.“

In dem Anzug „ist man wie in einer anderen Welt“, sagt Schlieter, der zum 20-köpfigen Reinraumteam der Arzneimittelentwicklung bei Sanofi in Frankfurt gehört. Kein Wunder, dass er und seine Kollegen wegen ihrer „Verkleidung“auch die „Astronauten“ genannt werden. Der Spitzname passt, schließlich kommt die Reinraum-Technologie aus der Weltraumforschung. In den 70er Jahren wurde sie für die Herstellung und Abfüllung von Arzneimitteln eingeführt, um die Keimfreiheit der Produkte zu gewährleisten. Die Welt des Reinraums hat ihre eigenen Gesetze. „Wir müssen uns langsam bewegen, langsam und bewusst arbeiten“, erläutert Schlieter. Durch jede hektische Bewegung können Keime oder Partikel von der Kleidung oder vom Menschen abgegeben werden. Keime sind potenzielle Verunreiniger der Arzneimittel. Da in keinem einzigen Fläschchen, das hergestellt wird, auch nur ein einziger Keim sein darf, müssen auch Raum und Mitarbeiter so keimfrei wie möglich sein.Das ist leicht gesagt, ist aber eine echte Herausforderung. Jede einzelne Bewegung, jeder Handgriff müssen sitzen. „Jeder von uns muss die Maschinen blind bedienen können und einen Bezug zu der Technik haben“, betont Schlieter. Herstellungsleiter Dr. Reinhold Anders ergänzt „Einen Luftikus können wir hier nicht gebrauchen.“

„Bloß keine Keime verbreiten!“

Die Welt des Reinraums hat ihre eigenen Gesetze. „Wir müssen uns langsam bewegen, langsam und bewusst arbeiten“, erläutert Schlieter. Durch jede hektische Bewegung können Keime oder Partikel von der Kleidung oder vom Menschen abgegeben werden. Keime sind potenzielle Verunreiniger der Arzneimittel. Da in keinem einzigen Fläschchen, das hergestellt wird, auch nur ein einziger Keim sein darf, müssen auch Raum und Mitarbeiter so keimfrei wie möglich sein.Das ist leicht gesagt, ist aber eine echte Herausforderung. Jede einzelne Bewegung, jeder Handgriff müssen sitzen. „Jeder von uns muss die Maschinen blind bedienen können und einen Bezug zu der Technik haben“, betont Schlieter. Herstellungsleiter Dr. Reinhold Anders ergänzt „Einen Luftikus können wir hier nicht gebrauchen.“

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